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Die Himmelsscheibe von Nebenan
Als 2002 die erste Himmelsscheibe von Nebra entdeckt wurde, gab es noch eine weitere sensationelle Entdeckung, die bis jetzt jedoch weniger Aufmerksamkeit bekommen hat, nämlich die Himmelsscheibe von Nebenan.
In ihrem Rausch die Metallfunde auszugraben, haben die illegalen Schatzsucher diese zweite Scheibe fast übersehen. Erst nachdem sie vom Verkauf der ursprünglichen, jetzt berühmten Scheibe auf dem offenen Markt schnell einen großen Gewinn erzielt hatten, suchten sie weiter im selben Erdloch. Erstaunlicherweise haben die Amateur-Archäologen nur zwei Meter entfernt und etwas tiefer begraben tatsächlich eine zweite Scheibe gefunden. Weil die erste Scheibe so viel Achtung in der Weltpresse bekommen hat, wurde die zweite Entdeckung davon überschattet.
Trotzdem könnte dieses zweite Stück nach etwas mehr Recherche als noch bedeutender gelten. Das System der Symbolik auf der ersten Scheibe ist bislang nur mit Vorbehalt entziffert. Ob das 3600 Jahre alte Sternmuster bestimmte Konstellationen bildet, oder stattdessen eine art Landkarte zeigt, ist noch umstritten. Ob der Bogen am Rand eine Barke oder doch ein anderes unbekanntes Objekt bedeutet, ist gleichermaßen ungewiss. Die Bedeutung der Himmelsscheibe von Nebenan ist dagegen wesentlich klarer und dadurch potentiell wertvoller.
Nach einer gründlichen Untersuchung im Institut für Fisch und Toaster Forschung ist Herr Professor Doctor Müllberger zum Entschluss gekommen, dass zweifellos eine direkte Verbindung zum uralten Mythos auf der Scheibe zu sehen ist.
1. Die vergoldete Schlange am Rand bezieht sich auf die große Radform nahe am Mittelpunkt der Scheibe. Damit ist sicher der Mythos der Entdeckung des Rades abgebildet.
2. Der ebenfalls mit Gold verzierte Fisch und die nahe liegende Quadratform sind weitere unverkennbare Beweise für visuelle Bezüge zum Fisch und Toaster Erschaffungsmythos.
3. Die vier oben bezeichneten Symbole tauchen oft in ähnlichen Formen auf anderen Objekte, auf die aus diesem historischen Zeitalter stammen. Das bestätigt den Kontext für die Symbolik.
4. Weitere metallurgische Prüfungen sind geplant, um die Echtheit der Scheibe zu erweisen.
Wenn der volle Wert dieses Objekts von der Wissenschaft endlich akzeptiert wird, gibt es hervorragende Chancen, dass weitere Scheiben der Art ans Licht kommen werden.
Landesarchäologe Dr. Harald Meller

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